Neuerscheinung



Mr. Fake in Love

 

Sie bucht einen bezahlten Begleiter. Er ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

 

David McParrish hat sich aus ärmsten Verhältnissen hochgearbeitet. Nun leitet er zusammen mit seinem Partner eines der gefragtesten Architekturbüros der Stadt.

Emma Jackson ist die Tochter des künftigen Gouverneurs von Kalifornien. Mit Leidenschaft und Erfolg führt sie ein angesagtes Restaurant in Los Angeles, doch zum Leidwesen ihres Vaters ist sie immer noch nicht verheiratet.

 

Als sich Emma und David zum ersten Mal begegnen, funkt es sofort gewaltig zwischen ihnen. Sie hält ihn für einen käuflichen Begleiter und er weiß nicht, dass sie die Tochter eines seiner größten Auftraggeber ist. 

Als Fotos ihres heißen Aufeinandertreffens an die Öffentlichkeit geraten, sieht sich Emma gezwungen, den vermeintlich käuflichen David für ein Wochenende zu „engagieren“.

 

Ein prickelndes Versteckspiel beginnt.



Leseprobe Mr Fake in Love

 

 

DAVID

 

 

Eigentlich habe ich mich auf den Abend mit Ted gefreut, aber er hat ein wichtiges Telefonat bekommen und ist nach draußen gegangen. Gefühlt sitze ich schon seit einer Stunde allein am Tisch und meine Laune sinkt immer weiter ins Bodenlose.

Doch dann drehe ich mich ein Stück nach rechts und sehe eine Frau aus der Küche kommen. Sie trägt einen schwarzen Rock, der in Höhe ihrer Knie endet, dazu eine körperbetonte rote Bluse. Ihre fast schwarzen Haare fließen wie flüssige Seide herab und wellen sich leicht. Zusammen mit den blutrot geschminkten Lippen erinnert sie mich an Schneewittchen. Eine sehr heiße und nicht kindgerechte Version von Schneewittchen!

Heilige Scheiße!

Für einen kurzen Moment bleibt mir der Mund offen stehen. Diese Frau nimmt all meine Aufmerksamkeit in Anspruch.

Meine Augen wandern langsam über ihren Körper. Sie wirkt dermaßen heiß, dass ich mich für einen kurzen Augenblick frage, ob sie sich in die Küche verirrt hat. Eine solche Frau gehört auf die Leinwand oder auf die Titelseite eines Magazins. Sie strahlt extrem viel Selbstbewusstsein und Sex-Appeal aus. Eine Frau, die mit allen Wassern gewaschen ist und mich dermaßen heißmacht, dass ich mich erhebe wie eine Motte, die ins Licht fliegen muss.

Ich will diese Schönheit unbedingt kennenlernen. Zwar weiß ich noch nicht, wie ich das anstellen soll, aber fürs Erste darf sie nicht einfach von der Bildfläche verschwinden, also folge ich ihr. Ihre dunklen Haare und die großen Augen, ihre Rundungen und dieser zuckersüße Schmollmund, der einen Mann an heißen Sex denken lässt, sind so perfekt, dass mir das Blut in meine unteren Körperregionen schießt.

Ihr Handy klingelt, als ich im Flur ein paar Meter von ihr entfernt bin. »Brooke«, höre ich sie sagen. »Ich weiß, ja. Ich schau mir den Mann an. Ja, versprochen. Mehr aber auch nicht.« Sie lacht. Der perlende Klang passt zu ihr.

Wie ein Stalker bleibe ich stehen und beobachte, wie sie sich durch die Haare fährt und sich dann von ihrer Freundin verabschiedet. »Bis dann. Ich melde mich nachher noch mal.«

Langsam gehe ich auf die Frau zu. Sie spricht etwas in mir an, das an meine Urinstinkte appelliert. Kaum habe ich einen Hauch ihres Geruchs wahrgenommen, reagiert mein Körper umgehend noch stärker auf sie und ich bekomme einen Ständer.

Ja, ich bin definitiv ein Stalker! Ich sollte umdrehen, zurück zu dem Tisch gehen und brav auf Ted warten. Vielleicht wäre es sogar das Beste, gleich nach Hause zu fahren und dort eine eiskalte Dusche zu nehmen. Aber ich kann nicht. Ich will nicht.

»Miss?«, frage ich die Schönheit und halte den Atem an, als sie sich zu mir umdreht. Ihre Brüste drücken sich prall gegen den Stoff ihrer Bluse und es kribbelt in meinen Händen, sie zu berühren. Das ist doch krank. Was ist nur los mit mir? Ich sollte mir die Kleine am Empfang schnappen und sie durchvögeln, statt hier den Geisteskranken zu spielen.

»Sind Sie David?«, fragt sie mit einem Hauch Unsicherheit in der Stimme leise und bleibt an der offenen Tür stehen, die vermutlich in ihr Büro führt.

»Ja«, antworte ich irritiert. Woher kennt sie meinen Namen?

Ihre blauen Augen mustern mich ungeniert. Langsam sieht sie an mir herab, dann wieder zu meinem Gesicht. »Genauso, wie ich Sie der Agentur beschrieben habe.« Ihre Stimme ist leise und ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, was sie mit ihren Worten ausdrücken will. Als sie einen Schritt näherkommt, nehme ich erneut einen Hauch ihres Parfums wahr. »Hi, ich bin Emma.« Ernst streckt sie mir ihre Hand entgegen und ich ergreife sie sofort.

Ein warmer, fester Händedruck, lange schlanke Finger und sie trägt keinen Ring. All das nehme ich innerhalb einer Sekunde in mir auf und ich will und kann ihre Hand nicht mehr loslassen.

»Meine Freundin sagte schon, dass Ihre Firma sehr gut ist und die Vorgaben der Kunden hervorragend umsetzen kann, aber das ist wirklich verwirrend genial.« Nun ist ihre Stimme ein wenig fester, doch ich höre immer noch ein leichtes Zittern heraus.

Spürt sie das zwischen uns genauso wie ich? Anziehungskraft. Pure Versuchung. Langsam lasse ich meinen Daumen über ihre Haut gleiten und höre sie zitternd Atem holen.

»Ich gebe stets mein Bestes«, antworte ich, auch wenn ich nicht weiß, inwiefern sie etwas mit meiner Firma zu tun hat.

Erstaunt hebt sie die Augenbrauen. »Es ist Ihre Firma?«

»Ja.«

»Und Sie sind David?« 

»Ja.« Worauf läuft das hier hinaus?